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Was kostet dich deine Immobilie — monatlich?

Trag Kaufpreis, Eigenkapital, Zins und Tilgung ein und sieh sofort deine monatliche Rate, die Restschuld nach der Zinsbindung und die Laufzeit. Ohne Anmeldung, ohne Cloud — alles rechnet auf deinem Gerät.

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Ratgeber

Gut zu wissen

Wie sich Zins und Tilgung monatlich verschieben

Der Rechner arbeitet mit einer Annuität: Deine Monatsrate bleibt über die Laufzeit konstant, doch die Zusammensetzung dreht sich langsam um. Am Anfang schuldest du die volle Summe, also fließt der größte Teil der Rate in Zinsen und nur ein kleiner Rest in die Tilgung. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld, dadurch werden die Zinsen im nächsten Monat kleiner, und weil die Rate gleich bleibt, wandert der frei gewordene Betrag automatisch in die Tilgung. Der Tilgungsanteil wächst also von Monat zu Monat, und zwar beschleunigt. Das erklärt, warum du nach den ersten Jahren gefühlt kaum vorangekommen bist, während gegen Ende große Sprünge passieren. Nutze den Rechner, um zu sehen, wie viel Restschuld am Ende einer Zinsbindung noch offen bleibt, statt nur auf die Rate zu schauen.

Ein Rechenbeispiel: Rate gegen Laufzeit

Ein Zahlenbeispiel macht den Hebel sichtbar; die Werte sind rein illustrativ und ersetzen keine eigene Berechnung. Stell dir ein Darlehen von 300.000 zu 3 Prozent vor. Zahlst du eine eher niedrige Monatsrate, streckt sich die Rückzahlung über viele Jahre, und über die lange Laufzeit summieren sich die Zinsen kräftig. Erhöhst du dieselbe Ausgangssumme um einige hundert pro Monat, ist der Kredit spürbar früher getilgt, und die gesamte Zinssumme fällt deutlich. Der Grund: Jeder zusätzliche Euro Tilgung wirkt doppelt, er verkürzt die Zeit und senkt die verzinste Restschuld. Der Zusammenhang ist nicht linear, kleine Ratenerhöhungen bringen überproportional viel. Spiel im Rechner bewusst mit der Rate und beobachte, wie stark Gesamtkosten und Laufzeit reagieren, bevor du dich auf eine feste Rate festlegst.

Warum die Monatsrate allein täuscht

Der teuerste Denkfehler beim Immobilienkauf ist, die Leistbarkeit nur an der Kreditrate zu messen. Die Rate ist nur ein Teil der monatlichen Belastung. Dazu kommen laufende Kosten, die eine Mietwohnung teils versteckt: Instandhaltung, Rücklagen für Dach, Heizung und Fassade, Grundabgaben, Versicherungen und bei Eigentumswohnungen das Hausgeld. Als grobe Orientierung lohnt es sich, für Unterhalt und Rücklage einen festen Betrag pro Quadratmeter und Monat einzuplanen, je nach Alter des Hauses mehr. Getrennt davon stehen die einmaligen Kaufnebenkosten, die schnell einen zweistelligen Prozentsatz des Preises ausmachen und meist aus Eigenkapital kommen. Wenn dein Budget beispielhaft 2.000 im Monat fürs Wohnen zulässt, darf die reine Kreditrate diese Summe nicht ausschöpfen. Rechne die laufenden Zusatzkosten heraus und lass einen Puffer für Zinsänderung und Alltag stehen, sonst ist die Rate nur auf dem Papier leistbar.

Der Hebel eines halben Prozentpunkts

Kleine Zinsunterschiede wirken über lange Laufzeiten überraschend groß, weil sie viele Jahre lang auf die gesamte Restschuld drücken. Ein Beispiel, wieder rein illustrativ: 300.000 Darlehen und eine konstante Monatsrate. Liegt der Zins einen halben Prozentpunkt höher, verlängert sich bei gleicher Rate die Rückzahlung um mehrere Jahre, und die gesamte Zinssumme steigt merklich. Der halbe Prozentpunkt kostet also nicht ein bisschen mehr, sondern verschiebt Laufzeit und Gesamtkosten deutlich. Deshalb lohnt es sich, im Rechner nicht nur mit dem Wunschzins zu spielen, sondern auch einen höheren durchzurechnen, als Stresstest. Sieh dir an, was aus Rate und Restschuld wird, wenn der Zins bei einer späteren Anschlussfinanzierung höher liegt. Wer nur mit dem günstigsten Fall plant, unterschätzt systematisch, wie teuer die Finanzierung am Ende werden kann.

FAQ

Rund um die Baufinanzierung

Wie viel Eigenkapital brauche ich?

Als Faustregel solltest du mindestens die Kaufnebenkosten (rund 10 % des Kaufpreises) aus Eigenkapital zahlen, besser zusätzlich 10–20 % des Kaufpreises. Je mehr Eigenkapital, desto kleiner das Darlehen und desto niedriger Rate und Zinskosten.

Was sind Kaufnebenkosten?

Zusätzlich zum Kaufpreis fallen Grunderwerbsteuer (3,5 bis 6,5 % je Bundesland), Notar und Grundbuch (rund 2 %) sowie ggf. Maklerprovision an. Zusammen oft 9 bis 12 % des Kaufpreises – im Rechner als ein Prozentsatz einstellbar.

Was bedeuten Sollzins, Tilgung und Zinsbindung?

Der Sollzins ist der Zinssatz pro Jahr. Die anfängliche Tilgung legt fest, wie schnell du das Darlehen zurückzahlst. Darlehen × (Sollzins + Tilgung) ergibt die jährliche Annuität; ein Zwölftel davon ist die Monatsrate. Die Zinsbindung ist der Zeitraum, für den der Zins fest gilt – danach bleibt eine Restschuld, die neu finanziert wird.

Wie viel Hypothek kann ich mir leisten?

Als Faustregel sollte die Monatsrate rund 35 % des Haushaltsnettoeinkommens nicht überschreiten — daraus ergibt sich der Kaufpreis, der realistisch ist. Der Rechner rechnet rückwärts: Im Modus „Rate → Preis“ trägst du deine leistbare Rate ein und siehst den maximalen Kaufpreis. Instandhaltung und Rücklagen kommen zur Rate noch dazu.

Deine Daten bleiben bei dir. Punkt.

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