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Finanz-Glossar
Die wichtigsten Begriffe rund ums Geld – kurz und verständlich erklärt.
- TER (Gesamtkostenquote)
- Die jährlichen laufenden Kosten eines Fonds oder ETF in Prozent. Sie schmälern direkt deine Rendite – je niedriger, desto besser.
- Annuität
- Die gleichbleibende monatliche Kreditrate aus Zins und Tilgung. Anfangs steckt mehr Zins drin, später mehr Tilgung.
- Sollzins
- Der reine Zinssatz pro Jahr, den du für einen Kredit zahlst – ohne Nebenkosten. Der Effektivzins enthält zusätzlich die Gebühren.
- Tilgung
- Der Teil der Kreditrate, der die Schuld tatsächlich verringert. Eine höhere Anfangstilgung bedeutet schneller schuldenfrei.
- ETF
- Ein börsengehandelter Indexfonds, der automatisch viele Aktien eines Index abbildet – günstig und breit gestreut.
- Zinseszins
- Zinsen, die selbst wieder Zinsen erzeugen. Über lange Zeiträume ist das der stärkste Hebel beim Vermögensaufbau.
- Inflation
- Der allgemeine Anstieg der Preise – dein Geld verliert dadurch an Kaufkraft, auch wenn die Summe gleich bleibt.
- Notgroschen
- Eine Reserve von 3–6 Monatsausgaben auf einem sofort verfügbaren Konto, für unerwartete Ausgaben.
- Sparquote
- Der Anteil deines Einkommens, den du sparst. Schon 10–20 % machen über die Jahre einen großen Unterschied.
- Diversifikation (Streuung)
- Das Verteilen von Geld auf viele Anlagen, damit ein einzelner Ausfall nicht stark wehtut.
- Liquidität
- Wie schnell du an dein Geld kommst. Liquide Mittel (z. B. Tagesgeld) sind sofort verfügbar, eine Immobilie nicht.
- Brutto / Netto
- Brutto ist dein Einkommen vor Abzügen, Netto das, was nach Steuern und Sozialabgaben auf dem Konto landet.
- Rendite
- Der Ertrag einer Anlage pro Jahr in Prozent; die reale Rendite ist die nach Abzug der Inflation.
- Dispozinsen
- Die hohen Zinsen für das Überziehen des Girokontos – oft über 10 %. Teure Schulden, die man schnell loswerden sollte.
- Eigenkapital
- Das eigene Geld, das du einbringst – etwa beim Immobilienkauf. Mehr Eigenkapital senkt Kredit, Rate und Zinskosten.
- Restschuld
- Der noch offene Kreditbetrag zu einem Zeitpunkt – etwa am Ende der Zinsbindung, wenn neu finanziert wird.
- Thesaurierend / Ausschüttend
- Thesaurierende Fonds legen Erträge automatisch wieder an (Zinseszins), ausschüttende zahlen sie aus.
- Sinking Fund (Rücklage)
- Monatlich kleine Beträge für eine größere, planbare Ausgabe zurücklegen (z. B. Urlaub, neues Auto), statt sie auf einmal zu stemmen.
- FIRE
- Financial Independence, Retire Early – finanziell frei sein, sobald das angelegte Vermögen die Ausgaben deckt (oft 4-%-Regel).
- Aktie
- Ein Anteil an einem Unternehmen. Als Aktionär:in besitzt du ein Stück der Firma und profitierst von Kursgewinnen und Dividenden – trägst aber auch das Verlustrisiko.
- Anleihe
- Ein verzinstes Darlehen an einen Staat oder ein Unternehmen. Du leihst Geld und bekommst über die Laufzeit Zinsen plus am Ende den Nennwert zurück.
- Dividende
- Der Teil des Unternehmensgewinns, der je Aktie an die Aktionär:innen ausgezahlt wird. Wer 100 Aktien hält und 2 € je Aktie bekommt, erhält 200 €.
- Tagesgeld
- Ein Sparkonto, auf das du jederzeit zugreifen kannst und das laufend verzinst wird. Gut für den Notgroschen, weil das Geld täglich verfügbar bleibt.
- Festgeld
- Du legst einen Betrag für eine feste Laufzeit an und bekommst dafür einen festen Zins. Vor Ablauf kommst du in der Regel nicht ans Geld.
- Volatilität
- Wie stark ein Kurs nach oben und unten schwankt. Hohe Volatilität heißt größere Schwankungen – mehr Chance, aber auch mehr Risiko.
- Rebalancing
- Dein Depot wieder auf die geplante Zielgewichtung zurücksetzen. Du verkaufst, was zu groß geworden ist, und kaufst nach, was zu klein ist.
- Cost-Average-Effekt
- Wenn du regelmäßig denselben Betrag investierst, kaufst du bei tiefen Kursen mehr und bei hohen weniger Anteile. So ergibt sich automatisch ein Durchschnittspreis.
- Klumpenrisiko
- Wenn zu viel deines Geldes in einer einzigen Position steckt – etwa einer Aktie oder Branche. Geht sie schlecht, trifft es dein ganzes Vermögen hart.
- Effektivzins
- Die echten Gesamtkosten eines Kredits pro Jahr – inklusive der meisten Gebühren, nicht nur der reine Zins. Die beste Zahl, um Kreditangebote fair zu vergleichen.
- Bonität
- Wie kreditwürdig du aus Sicht von Banken bist – also wie wahrscheinlich du einen Kredit zuverlässig zurückzahlst. In Deutschland fließt unter anderem die SCHUFA ein.
- Kaufnebenkosten
- Die Zusatzkosten beim Immobilienkauf neben dem Kaufpreis: Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch sowie oft Makler. In Deutschland schnell rund 10–15 % des Kaufpreises.
- Leasing
- Ein Fahrzeug oder Gerät gegen feste Monatsrate nutzen, ohne es zu kaufen. Am Ende steht meist die Rückgabe statt Eigentum.
- Restwert
- Der geschätzte Wert eines Gegenstands am Ende einer Leasing- oder Nutzungsdauer. Er bestimmt mit, wie hoch deine Raten ausfallen.
- Ratenkredit
- Ein Kredit, den du in festen, gleichbleibenden Monatsraten zurückzahlst. Du weißt von Anfang an, was dich monatlich erwartet.
- 0-%-Finanzierung
- Ratenkauf ohne ausgewiesene Zinsen. Die Kosten stecken oft im Kaufpreis, sodass du sie nicht direkt siehst.
- Umschuldung
- Teure Schulden durch einen günstigeren Kredit ablösen. Ziel ist, weniger Zinsen zu zahlen oder mehrere Raten zu bündeln.
- Depot
- Ein Konto, mit dem du Wertpapiere wie Aktien oder ETF kaufst und verwahrst. Quasi das Konto für deine Geldanlage.
- Sparplan
- Der automatische, regelmäßige Kauf eines festen Betrags, etwa monatlich in einen ETF. So baust du Schritt für Schritt Vermögen auf.
- Ordergebühr
- Die Kosten, die pro Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers anfallen. Bei kleinen Beträgen fallen sie besonders ins Gewicht.
- Reale Rendite
- Die Rendite nach Abzug der Inflation. Sie zeigt, wie viel Kaufkraft dir wirklich übrig bleibt.
- Opportunitätskosten
- Der entgangene Nutzen der besten Alternative, die du nicht gewählt hast. Wer 1.000 € ausgibt, verzichtet auf das, was dieses Geld sonst gebracht hätte.
- Cashflow
- Der tatsächliche Geldfluss in einem Zeitraum, also Einnahmen minus Ausgaben. Positiv heißt: Es bleibt etwas übrig.
- Kapitalertragsteuer
- Steuer auf Kapitalerträge wie Zinsen, Dividenden und Kursgewinne; für Privatanleger meist als Abgeltungsteuer (25 % plus Soli). Sie schmälert das, was am Ende bei dir ankommt.
- Phishing
- Betrugsversuch über gefälschte E-Mails, SMS oder Websites, die dich zur Eingabe von Passwörtern, TANs oder Kartendaten verleiten wollen. Im Zweifel nie auf Links klicken, sondern die Seite selbst aufrufen.
- Schneeballsystem (Ponzi)
- Ein Betrugsmodell, das alte Anleger nur aus dem Geld neuer Anleger auszahlt – ohne echte Erträge. Wenn kein frisches Geld mehr kommt, bricht es zwangsläufig zusammen.
- Identitätsdiebstahl
- Jemand nutzt deine persönlichen Daten, um in deinem Namen Verträge abzuschließen oder einzukaufen. Der Schaden landet zunächst bei dir, bis du den Missbrauch nachweist.
- Entnahmerate
- Der Anteil deines Vermögens, den du pro Jahr entnimmst – als Faustregel rund 4 %. So gewählt, dass das Kapital möglichst lange reicht; eine Garantie ist das nicht.
- FI-Zahl
- Das Vermögen, ab dem die Erträge deine Ausgaben tragen können – grob das 25-Fache deiner Jahresausgaben (4-%-Regel). Ab da giltst du als finanziell unabhängig.
- Passives Einkommen
- Einnahmen, die weitgehend ohne laufende aktive Arbeit fließen – etwa Zinsen, Dividenden oder Mieten. Je mehr davon deine Fixkosten deckt, desto freier bist du.
- Nettovermögen
- Alle Vermögenswerte minus alle Schulden. Der ehrlichste Gradmesser deiner finanziellen Lage – aussagekräftiger als das reine Einkommen.
- Risikolebensversicherung
- Zahlt eine vereinbarte Summe, wenn die versicherte Person stirbt – ohne Sparanteil, daher günstig. Wichtig für Familien mit Krediten oder Kindern, damit Angehörige abgesichert sind.
- Berufsunfähigkeitsversicherung
- Zahlt eine Rente, wenn du deinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Sie sichert dein wichtigstes Kapital ab: deine Arbeitskraft.
- Selbstbehalt
- Der Teil eines Schadens, den du im Versicherungsfall selbst trägst. Ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag, kostet dich im Schadensfall aber mehr.
- Bürgschaft
- Du haftest für die Schulden eines anderen, falls dieser nicht zahlt. Ein oft unterschätztes Risiko – im Ernstfall musst du die volle Summe aufbringen.
- 50/30/20-Regel
- Eine grobe Budget-Faustregel: rund 50 % für Bedarf, 30 % für Wünsche und 20 % für Sparen oder Schuldentilgung. Ein einfacher Startpunkt, kein Dogma.
- Werbungskosten
- Berufsbedingte Ausgaben wie Arbeitsweg, Arbeitsmittel oder Fortbildung. Sie mindern das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast.
- Grenzsteuersatz
- Der Steuersatz, der auf den jeweils nächsten verdienten Euro anfällt. Er liegt höher als der Durchschnittssteuersatz auf das gesamte Einkommen.
- Freibetrag
- Ein Betrag, der steuerfrei bleibt; erst das Einkommen darüber wird besteuert. Die genauen Höhen ändern sich je nach Jahr und Steuerart.
- Steuerprogression
- Je höher das Einkommen, desto höher der Steuersatz auf die oberen Einkommensteile. Wer mehr verdient, zahlt anteilig mehr Steuern.
- Steuerbescheid
- Der amtliche Bescheid des Finanzamts nach der Steuererklärung. Er stellt fest, ob du Geld nachzahlen musst oder eine Erstattung bekommst.
- Erbschaftsteuer
- Steuer auf geerbtes Vermögen. Je nach Verwandtschaftsgrad gelten unterschiedliche Freibeträge, sodass nahe Angehörige meist weniger zahlen.
- Schenkungsteuer
- Steuer auf Schenkungen zu Lebzeiten. In Deutschland können sich die Freibeträge je nach Verwandtschaft rund alle zehn Jahre erneuern.
- Testament
- Eine schriftliche Verfügung, wer was erben soll. Ohne Testament greift automatisch die gesetzliche Erbfolge.
- Gesetzliche Erbfolge
- Die gesetzlich festgelegte Reihenfolge der Erben, wenn es kein Testament gibt. Zuerst erben in der Regel Ehepartner und Kinder.
- Pflichtteil
- Der gesetzliche Mindestanspruch naher Angehöriger am Wert des Erbes. Er steht ihnen zu, selbst wenn sie im Testament enterbt wurden.
- Gesetzliche Krankenversicherung (GKV)
- Das gesetzliche Krankenversicherungssystem in Deutschland. Der Beitrag richtet sich nach dem Einkommen, nicht nach dem Gesundheitszustand.
- Private Krankenversicherung (PKV)
- Eine private Krankenversicherung als Alternative zur GKV. Der Beitrag richtet sich nach Alter, Gesundheit und gewähltem Tarif statt nach dem Einkommen.
- Bitcoin
- Die erste und bekannteste Kryptowährung, dezentral ohne Zentralbank. Sehr volatil und spekulativ – ein Totalverlust ist möglich.
- Blockchain
- Eine verteilte, manipulationssichere Datenbank, in der Transaktionen in verketteten Blöcken gespeichert werden. Technische Grundlage der meisten Kryptowährungen.
- Kryptowährung
- Digitales, dezentrales Zahlungs- und Spekulationsmittel ohne Zentralbank. Es gibt keinen Einlagenschutz, und die Kurse schwanken stark.
- Stablecoin
- Kryptowährung, die an einen stabilen Wert wie Euro oder Dollar gekoppelt sein soll. Die Bindung hängt von der Deckung ab und kann reißen.
- Wallet
- Digitale Geldbörse zum Verwahren von Kryptowährungen über kryptografische Schlüssel. Wer den privaten Schlüssel verliert, verliert das Guthaben endgültig.
- ESG
- Kriterien für Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance) bei der Geldanlage. Die Maßstäbe sind nicht einheitlich definiert.
- Greenwashing
- Wenn ein Produkt grüner oder nachhaltiger dargestellt wird, als es tatsächlich ist. Ein genauer Blick auf Label und Methodik schützt vor Täuschung.
- Nachhaltigkeitsfonds
- Fonds oder ETF, der Anlagen nach ESG-Kriterien auswählt. Label und Methodik unterscheiden sich stark und lohnen einen genauen Blick.
- Gold
- Edelmetall, das oft als Schutz vor Krisen und Inflation gilt. Der Preis schwankt jedoch, und Gold wirft keine Zinsen oder Dividenden ab.
- Rohstoffe
- Handelbare Güter wie Öl, Metalle oder Getreide, meist über Fonds oder Zertifikate investierbar. Volatil und üblicherweise nur als kleine Beimischung sinnvoll.
- Leitzins
- Der von der Zentralbank festgelegte Zinssatz, zu dem sich Banken Geld leihen können. Er beeinflusst Spar-, Kredit- und Bauzinsen.
- Hebel (Leverage)
- Einsatz von Fremdkapital, um Gewinne zu vergrößern. Verluste werden dadurch ebenso vergrößert – das Risiko bis zum Totalverlust ist hoch.
- Sozialabgaben
- Pflichtbeiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Sie werden direkt vom Brutto abgezogen und verkleinern so dein Netto.
- Gesetzliche Rentenversicherung
- Umlagefinanzierte Pflichtversicherung: Die Beiträge der heute Erwerbstätigen zahlen die heutigen Renten. Eigene Ansprüche entstehen aus den eingezahlten Beiträgen.
- Arbeitslosenversicherung
- Pflichtversicherung, die bei Jobverlust Arbeitslosengeld I zahlt. Die Höhe hängt vom früheren Einkommen ab und ist zeitlich befristet.
- Pflegeversicherung
- Pflichtversicherung für den Pflegefall. Sie deckt nur einen Teil der Kosten – ein Eigenanteil bleibt fast immer übrig.
- Grundfreibetrag
- Das jährliche Existenzminimum, bis zu dem keine Einkommensteuer anfällt. Der genaue Betrag ändert sich jährlich.
- Solidaritätszuschlag
- Zuschlag zur Einkommen- und Kapitalertragsteuer. Für die meisten Einkommen ist er inzwischen entfallen, auf Kapitalerträge wird er aber weiter erhoben.
- Kirchensteuer
- Für Mitglieder steuererhebender Kirchen rund 8–9 % der Einkommensteuer. Mit dem Kirchenaustritt entfällt sie.
- Regelsatz
- Der pauschale Grundbetrag der Grundsicherung (früher Bürgergeld) für den täglichen Lebensunterhalt. Miete und Heizung werden separat obendrauf übernommen.
- Schonvermögen
- Vermögen, das bei bedürftigkeitsgeprüften Leistungen wie dem Bürgergeld nicht angerechnet wird. So musst du nicht erst alle Ersparnisse aufbrauchen.
- Zulage
- Ein staatlicher Zuschuss, der deine eigene Sparleistung aufstockt, etwa die Grund- und Kinderzulage bei Riester. Er erhöht das Guthaben, ohne dass du mehr einzahlst.
- Realeinkommen
- Das Einkommen nach Abzug der Inflation – also das, was an Kaufkraft tatsächlich übrig bleibt. Steigt der Lohn langsamer als die Preise, sinkt es trotz höherer Zahl.
- Lohnnebenkosten
- Kosten, die für Arbeitgeber zusätzlich zum Bruttolohn anfallen, vor allem die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Sie machen dich teurer, als dein Brutto vermuten lässt.
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