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Kurz gesagt: Ein Girokonto mit niedrigen Gebühren, der Notgroschen auf Tagesgeld und ein gemiedener Dispo gelten als solide Grundordnung – der Dispo kostet im Schnitt rund 11 % p. a. (oft 10–14 %) und zählt damit zu den teuersten Alltagsschulden.

Konten, Karten & Dispo richtig nutzen

Deine Konten sind das Fundament deiner Finanzen. Wer sie aufräumt und den teuren Dispo meidet, spart oft mehr als durch manchen Sparplan.

  • Girokonto prüfen: Was kostet die Kontoführung im Jahr, und passt das Modell noch?
  • Einen Notgroschen auf ein separates Tagesgeldkonto legen – jederzeit verfügbar, getrennt vom Alltag.
  • Den Dispo meiden oder ablösen: ein laufendes Minus liegt im Schnitt bei rund 11 % p. a. (oft 10–14 %) und ist damit teurer als die meisten anderen Schulden.
  • Alte, ungenutzte Konten und Karten schließen – weniger Konten, weniger Gebühren, mehr Überblick.

Worauf es ankommt

Ein häufiger Fehler ist, den Dispo schleichend wie ein zweites Einkommen zu nutzen: erst 200 € im Minus, dann dauerhaft 800 € – und die Zinsen laufen Tag für Tag weiter. Bei 12 % p. a. kostet ein dauerhaftes Minus von 1.000 € rund 120 € im Jahr, ohne Gegenwert. Oft übersehen wird zudem, dass die geduldete Überziehung (über den Dispo hinaus) meist noch höher verzinst wird – im Schnitt rund 13 % p. a. Ein zweiter blinder Fleck sind Kreditkarten mit Teilzahlung: Sie wirkt bequem, ist aber faktisch ein Dauerkredit zu hohen Zinsen. Und Kontogebühren summieren sich – 8 € im Monat sind fast 100 € im Jahr für eine Leistung, die es bei manchen Anbietern auch kostenlos gibt. Ein klares Trennprinzip hilft: Girokonto für den Alltag, Tagesgeld für den Puffer, und den Dispo möglichst auf null.

RechenbeispielWer dauerhaft 1.000 € im Dispo steht, zahlt bei 12 % p. a. rund 120 € Zinsen im Jahr – Geld, das ohne Gegenwert verschwindet.
Steckst du dauerhaft im Minus? Eine Übersicht über mögliche Wege findest du hier: Schulden abbauen.

Checkliste

  • Jahreskosten der Kontoführung kennen und vergleichen
  • Notgroschen auf separatem Tagesgeldkonto
  • Dispo dauerhaft auf null bringen oder ablösen
  • Ungenutzte Konten und Karten kündigen

Häufige Irrtümer

Irrtum: Der Dispo ist quasi gratis, solange ich ihn nicht ausschöpfe.

Stimmt: Jeder Euro im Minus kostet ab dem ersten Tag Zinsen – im Schnitt rund 11 % p. a. (oft 10–14 %), meist deutlich mehr als ein normaler Ratenkredit.

Irrtum: Eine Kreditkarte bedeutet automatisch Schulden.

Stimmt: Nur, wenn die Rechnung nicht voll beglichen wird. Wird jeden Monat der volle Betrag bezahlt, ist sie ein reines Zahlungsmittel ohne Zinsen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Debit- und Kreditkarte?

Bei der Debitkarte wird der Betrag in der Regel sofort vom Girokonto abgebucht. Bei der Kreditkarte sammeln sich Ausgaben und werden meist monatlich auf einmal abgebucht – wird dann nicht voll bezahlt, fallen hohe Zinsen an.

Ist der Dispo nicht praktisch für Notfälle?

Kurz überbrücken kann sinnvoll sein, als Dauerzustand ist er aber teuer. Für echte Notfälle gilt ein Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto als die ruhigere und meist günstigere Lösung.

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