Auto finanzieren: leasen, kaufen oder bar zahlen?
Ein Auto kostet weit mehr als seinen Kaufpreis. Wer die wahren Kosten kennt, entscheidet ruhiger – egal ob bar, auf Raten oder geleast.
- Rechne mit Gesamtkosten, nicht mit der Monatsrate: Wertverlust, Versicherung, Sprit oder Strom, Wartung und Kfz-Steuer gehören zusammen.
- Vergleiche die Wege ehrlich: Barkauf bindet Geld, spart aber Zinsen; ein Ratenkredit kostet Zinsen, bringt dafür Eigentum; Leasing hat oft die niedrigste Rate, endet aber mit Rückgabe und Restwert- oder Kilometer-Risiko.
- Hinterfrage die 0-%-Finanzierung – sie wird häufig über einen höheren Kaufpreis oder einen kleineren Rabatt querfinanziert; frag nach dem Barzahler-Preis.
- Prüfe ernsthaft einen jungen Gebrauchten: Den steilsten Wertverlust hat der Vorbesitzer schon getragen.
Worauf es ankommt
Der teuerste Posten beim Auto ist fast immer der Wertverlust – und genau den blendet die Monatsrate aus. Ein typischer Fehler ist, nur auf eine bezahlbare Rate zu schauen und dabei Versicherung, Wartung, Reifen und Steuer zu übersehen, die zusammen schnell mehrere Hundert Euro im Monat ausmachen können. Bei der 0-%-Finanzierung lohnt die Frage nach dem Barzahler-Rabatt: Wer bar zahlt, bekommt oft mehrere Prozent Nachlass, die bei der Null-Prozent-Aktion wegfallen – das ist der versteckte Zins. Beim Leasing wird das Restwert- und Kilometerrisiko unterschätzt: Mehrkilometer und Gebrauchsspuren können bei der Rückgabe teuer werden. Ein junger Gebrauchter von zwei bis drei Jahren kann ein Drittel oder mehr unter dem Neupreis liegen, obwohl er technisch fast neu ist. Wer ehrlich die Gesamtkosten über die geplante Haltedauer rechnet, trifft die ruhigere Entscheidung.